Theorie und Arbeit der Praxis Klöckner fußen auf den ganzheitlichen Prinzipien der Gestalttherapie, Systemischen Therapie und Kulturanthropologie. Diese Ansätze berücksichtigen die Ressourcen, das Wesen und die Entwicklungschancen Einzelner in Korrespondenz zur Besonderheit sozialer Kontexte und Beziehungen.

Traditionell dient Psychotherapie und psychologische Beratung der Reflexion relevanter Phänomene und Prozesse der Wirklichkeit von Klienten und dem Erproben alternativer Denk- und Handlungsweisen. So unterschiedlich die Problemstellung zu Anfang einer Therapie ausfallen mag, die existenziellen Motive, Sehnsüchte und Ängste ähneln sich zwischen Menschen. Verschieden sind persönliche Ambitionen und Bedingungen zur Bewältigung von Konflikten / Krisen und hinsichtlich weiterführender Entwicklungen. Man/frau verspricht sich aber immer eine Verbesserung der Lebensqualität und der Lebenschancen, zumindest eine Linderung von Leid.

Beratung / Therapie analysiert die Kultur und das wirkende Umfeld der Auftraggeber. Inhaltlich bedeutet das die Konzentration auf Tatsachen und Sachverhalte sowie das Experimentieren mit alten und neuen Denk- und Handlungsweisen. BeraterInnen / TherapeutInnen sind hierfür Ideengeber und Moderatoren der Kommunikation und nehmen eine möglichst neutrale Haltung gegenüber den Problemstellungen und Zielvorstellungen der Beteiligten ein.

Die langjährigen Erfahrungen unserer Arbeit zeigen, dass es ein universal passendes Therapie-/Beratungskonzept nicht gibt, welches zu jeder Zeit und für alle Personen und Gruppen passt. Die Praxis Klöckner trägt dieser Tatsache Rechnung. Wir nutzen theoretische Grundlagen und Einschätzungen ausschließlich im Sinne ihrer praktischen Nützlichkeit innerhalb des Erfahrungsfelds Mensch – Beziehung – Kultur. Es entspricht nicht unserer Arbeitsethik, Diagnosen und Interventionen anzuwenden, weil sie in psychotherapeutischen Manualen aufgelistet sind, sondern uns gemeinsam die Frage zu stellen, wie eine Problematik einzuschätzen und welche Antwort darauf erprobt werden sollte. Wir bemühen uns um eine dialogisch engagierte und wertschätzende Atmosphäre. Dabei haben wir als nicht direkt Betroffene die Freiheit, manche Dinge teilweise anders zu bewerten und anzugehen als es den unmittelbar davon Betroffenen möglich erscheint. Der Wechsel zwischen Bestätigung und Störung der bisher gewohnten Wirklichkeit soll anregen, sich angstfrei zu hinterfragen und mit unserer Unterstützung mutig an der eigenen Entwicklung zu arbeiten.

Allgemein zusammengefasst, die Praxis Klöckner fußt auf einem ganzheitlich ausgerichteten Ansatz und einem dialogischem Beziehungsangebot mit verteilten Rollen. Wir erhoffen uns davon eine hilfreiche Arbeitskultur, die notwendige und förderliche Prozesse unterstützt als Synthese, die uns erlaubt, flexibel auf die Person zu reagieren.

Detlef Klöckner